Die ÖVStM wurde im heurigen Jahr in Ottensheim ausgetragen. Horst Anselm hielt eine nette Einleitungsrede bei der Obleutesitzung am Sonntag um 9.00 Uhr, in der er auch festhielt, wie es zu dem unglücklichen Zustand einer seltsamen eintägigen Breitensportmeisterschaft kam.
Üblich ist, dass die ÖVStM an 2 Tagen abgehalten wird: Samstags die Vorrennen und Sonntags die Finalläufe, die allesamt ausgetragen werden; auch z.B. Finale D.
Eine gute Einrichtung, kann man doch allen Vereinsmitgliedern am Ende der Saison die Möglichkeit geben Abschluß-, Aufbau- oder „Trainings“ Rennen anzubieten.
Bei einer 1 tägigen Regatta, wo Vorrennen am Vormittag und Finalläufe am Nachmittag stattfinden, können nur sehr stabil trainierte Sportler in 2 Bootsgattungen teilnehmen und 4 mal über die 1000m Strecke gehen.
Die Teilnehmerzahlen sprechen Bände:
Teilnehmende Vereine: 8
Teilnehmende Mannschaften: 9, weil ein einziges Liaboot die 2. Mannschaft bildete.
Teilnehmede Boote gesamt: 44
Das ist genau der Weg, gute Regatten in einem Handstreich wegzurationalisieren.
1. Tag: Sonntag… letztes Rennen M8+ Start: 17:20 Uhr: so spät angesetzt, dass z.B. Bregenzruderer sich den Montag Urlaub nehmen müssten um wieder heimzukommen.
2. Termin: NICHT der letzte Bewerb im Jahr. Dh. Genau das was spannend ist: der Erwerb des Platztes der GESAMTWERTUNG kann nicht ausgerechnet werden, WEIL die Meisterschafts Punkte der ÖM (1./2. Oktober) fehlen.
3. daraus resultiert: keine Preisvergabe für ÖVM
4. Linz ist das Leistungssportzentrum in Österreich, ABER mit bescheidenem Anteil an Mastersruderern, die in einer riesigen Anzahl in Wien vorhanden sind.
5. Geografische Lage und soziale Kompetenzen: die in Wien IN den alten, bestehenden Vereinen zu einem ÖVStM Wochenende stattfindet, ohne dass der ÖRV etwas organisieren muss. Dh.: man spaziert von der Ellida, in die Donau, danach zu den Argonauten, den Friesen und landet in der Kantine der Lia. Diese Infrastruktur ist in Ottensheim nicht vorhanden. Nebsbei auf der Neuen Donau im Leistungszentrum auch nicht.
Nun zu unseren Rennen der Argonauten. Bereits bei der Mastersversammlung im Feber stand fest: dem Ruf nach Ottensheim folgen nur wenige.
Das Grüppchen bestand dann aus dem Männerdoppelvierer: Martin Pfaffeneder, Paul Pogats, Philipp Stanke, Clemens Fickl, die auch einen Vorlauf zu bestreiten hatten. Die Burschen, die noch kein Rennen gemeinsam bestritten hatten, sollten gegen Wiking Linz und Friesen antreten. In der Startphase passierte im Boot von FRI das Missgeschick eines „Krebses“, es führte zum Skullbruch, Dollenbruch und Bootsschaden; unsere Burschen stiegen in 3:20 in das Finale A auf.
Der 2. Vorlauf – mehr waren garnicht auszutragen – war der M 2x in dem wir keine Mannschaft gemeldet hatten.
Dann gingen um 14.00 Uhr (Vorverlegt) die Finalläufe los. Unsere Männer versuchten Seewalchen zu erwischen, das gelang leider nicht, aber mit dem 5. Platz war ich als Trainer schon sehr zufrieden, mit der Zeit 3:14 auch. Der Finalsieger OTT mit 2:55 ist extrem stark, derzeit in Österreich sicher nicht zu schlagen.
Das Nächste Rennen der Frauen 2x: Nora Labes am Schlag und Isabel Kmen am Bug. Es freut mich, dass sich Nora im Sommer entschieden hat für uns/ARG zu starten, sie ist ein Gewinn, sowohl in der beständigen Trainingsarbeit als auch dann im Umsetzen an Einsatz, ANWESENHEIT und Leistung. Die Mädchen fuhren den 4. Platz ein, die beste Vereinsplatzierung für uns in 4:02.
Schon im nächsten Rennen war dann unser Männer Vierer ohne wieder am Start. Die gleiche Mannschaft, wie im Männerdoppelvierer ging mit 35 (!) Minuten Abstand ins nächste Rennen und fuhr nahezu Zeitgleich wiederum 3:20 Min. über die 1000m.
Unsere Männer zeigten nicht nur eine gute technische Arbeit, sondern verwiesen auch in diesem Rennen Seewalchen auf den 6. Platz. Ein gutes, beherztes Rennen mit Kampfgeist und Leistungswillen.
Ich bin mit den 3 gelieferten, beständigen Zeiten der Männer äußest glücklich, zufrieden dann, wenn wir im Winter weiterarbeiten
Unser letztes Rennen war der Frauendoppelvierer mit Heidi Goldfarb am Schlag, Brigitte Moser-Kmen, Evi Hauer-Pavik und Conny Rottensteiner. In dieses Rennen kamen wir nicht hinein. Der Vierer leierte in einer Schlagfrequenz [31] durch. Die Zeit: 3:45 Min war ok, das siegreiche Boot LIA ging mit 3:18 durchs Ziel.
Info: der M8+ wurde von LIA gewonnen in 2:51, 2. war WIL in 2:53, 3. OTT in 2:53,7. Das ist Hochleistungssport.
Ein herzlicher Dank gebührt unserer Evi H-P, sie sorgte für den Bootstransport und brachte die Boote heil von da nach dort!
Im Ganzen ein total nettes Wochenende mit erstaunlich gutem Erfolg.
Keep on rowing
Brigitte