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Manuela Laimböck gewinnt die Rose vom Wörthersee

Es war vor 10 Jahren, als das Rennen um die Rose vom Wörthersee erstmals ausgefahren wurde mit damals 39 Startern.

Heuer waren über 300 Ruderinnen und Ruderer von Velden nach Klagenfurt am See unterwegs und Manuela gewinnt mit deutlichem Vorsprung die Wertung der schnellsten Frauen.

Hier zur Chronologie der Ereignisse…

Schon bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften am 3./4.Oktober zeigt Manuela, daß sie ihre Rennen aus dem Training heraus sehr gut bewältigen kann. Die Silber- und Bronzemedaille sprechen eine deutliche Sprache. In Hinblick auf den ÖRV-Langstreckentest passt natürlich die Rose vom Wörthersee erstklassig in die Planung, somit erfolgt auch ihre Anmeldung.

Neben Manuela gibt es noch 6 weitere mutige ArgonautINNen, nämlich folgende Prämieren-TeilnehmerINNen: Daniela, Clemens, Schurli

Und folgende WiederholungstäterINNen: Kathi, Evi und Adam

Somit ist unsere Damencrew zahlenmäßig stärker, das ist bei den Argos öfter so und das ist gut.

Am Donnerstag wird der Anhänger vollgeladen, um bei 12 vorhandenen Transportplätzen 14 Boote (incl. unseren Freunden von Ruderclub Ellida und Ruderclub Friesen) unterzubringen. Dank cleverer Beladetechnik klappt das auch vorzüglich und sieht beeindruckend aus. Am Freitag treffen sich die Gemeinsam-Fahrer beim Bootshaus, machen es sich im Bus bequem und nahezu verzögerungsfrei beginnt die Fahrt ins sonnige Kärnten. Naja, die Süd-Ost-Tangente tangiert uns diesmal nur perifer, da sie uns ohne Verkehrskollaps durchlässt. Man merkt, daß unser Gespann zu den größeren Verkehrsteilnehmern zählt und gerne auch einmal vorbeigelassen wird. Am Wechsel legen sich mehrere uns unbekannte Verkehrsteilnehmer mit Blechschäden quer, worauf wir die Bundesstraße parallel zur Autobahn nehmen, unsere Boote beste Waldluft schnuppern dürfen und sicherlich 10-15%-ige Steigungen hinter sich bringen. In engen Kurven treffen wir unglaublich viel Wiener-Autos mitten im Niederösterreichisch-Steirischen Grenzgebiet, alle wollen wieder auf die Autobahn, so auch wir und müssen ein wenig an der Auffahrt warten. Dennoch treffen wir nur mit wenig Verspätung in Velden ein, da unser Zugfahrzeug ungeahnte Kräftereserven mobilisiert und gleichsam unter dem Radar nach Velden glüht. Dort angekommen stellen wir fest, daß alle Boote noch am Hänger vorhanden sind und können damit beruhigt unsere Zimmer in Cap Wörth beziehen. Viele Ruderer sind schon da, noch mehr warten an der Rezeption und der Sektempfang im Casino nimmt darauf keine Rücksicht. Nun, davor gehen wir natürlich noch Essen. Aber es klappt alles, der Sekt im Casino schmeckt auch ohne den bedeutsamen Reden von bedeutenden Lokal-Politikern sehr gut. Unsere minderjährigen Rennteilnehmer und Leistungssportler wählen die Abendgestaltung ohne Casinobesuch (Joggen und mentale Vorbereitung), alle anderen geniessen das Casinoambiente bei Drinks, Roulette und solchen Sachen halt. Glücklicherweise haben alle ihre Quartiere schon vor dem Casinobesuch bezahlt.

Am Samstag ist Renntag. Das Wetter begrüßt uns mit ca. 10 Grad, leichtem Wind und keiner Sonne. Somit gehen wir gleich Frühstücken, das macht mehr Spass. Mit angenehmer Sattheit werden danach die Boote renntauglich gemacht. Unser professionelles Vorgehen dabei lockt sogar die Sonne hinter den Wolken hervor und läßt den Wind abflauen. Nach mehrmaligen Opfern für die Seegottheiten (historische Bilder vom Besteigen der Boote folgen noch) glättet sich das Wasser, wahrscheinlich weil selbst die Sonne lachen muß.

Jedenfalls kann ein schnelles Rennen gestartet werden. Alle kommen rechtzeigig zum Start. Und warten auf ihren Startblock. Und hören das Startkommando. Und rasen los. Gleiches gilt für das Zugfahrzeug-Gespann, da wir ja im Ziel in Klagenfurt wieder die Boote aufladen müssen.

Das Rennen verläuft harmonisch. Aus unserer Sicht gibt es nur ein einmaliges Versteuern zu melden, jedoch kann die erfahrene Crew eine Kollision mit der aus den Fluten auftauchenden Kapuzinerinsel im letzten Moment vermeiden. Ja, irgendwer nimmt die Insel auf der falschen Seite, was aber aufgrund mangelnden Gegenverkehrs ohne Folgen bleibt. Foto gibt’s davon keines, weil ja diese Insel zwischen Linse und Ruderer schwimmt. Und schon sind wir beim Zieleinlauf.

Der Zieleinlauf ist markiert mit riesigen orangen Bojen, die für Ruderer, die ja eher in Richtung Start blicken gut erkennbar sind. Dennoch verfehlen manche Sportler diese Zielpforte (ca. 200m Breite) und attackieren das Ufer frühzeitig oder auch See-Süd-Seitig, jedenfalls zu weit weg. Nicht so unsere Argonauten, Friesen und Ellidriden. Mit Stil und Anstand erreichen alle Klagenfurt und freuen sich über ihre guten Leistungen.

Manuela freut sich am meisten weil am schnellsten im Ziel. Keine Ruder-Dame kann ihr folgen, obwohl einige es hart probieren. Jedoch haben heute die anderen keine Chance und die Rose vom Wörthersee geht an Manuela Laimböck. Sie holt sich damit zum Abschluß einer ebenfalls sehr guten Saison eine sehr erfreuliche Trophäe. Gegen internationale Mitbewerberinnen. Und auch gegen ganz viele Männer, die Manuela nicht folgen können. Sie erreicht neben dem Tagessieg bei den Frauen auch noch eine Top-30-Zeit insgesamt. Sehr beeindruckend.

Aus Argosicht als nächstes kommt Clemens ins Ziel und zeigt seine Trainingsfortschritte mit sauberer Technik und guten Noten für die Körperhaltung. Dann folgt Adam, der seine vielen Ergometer-Meter (leider jedoch kaum Ruder-Kilometer) recht gut aufs Wasser bringt. Kathi fährt mit Wenig-Rudern konsequent schnell, das macht wahrscheinlich das viele Laufen oder auch Töchterchen-Betreuen. Schurli sieht sich das ganze recht entspannt an und läßt sich zeitlichen Spielraum für die kommenden Jahre. Evi verfolgt ihn zeitlich und beendet damit in schneller Rennzeit eine ebenfalls sehr schnelle Masters-Saison. Daniela freut sich riesig, weil ihr Mut, in das Rennen zu starten, ebenfalls eine sehr achtbare Zeit und vor allem viel Freude gebracht hat.

Hängeraufladen. Die Boote springen quasi von alleine auf, unterstützt von ihren Ruderern, der strahlenden Sonne und warmen 20 Grad. Somit ist der Bootshänger bald wieder beladen und alle können zum gemütlichen Teil übergehen. Mit Wein, Wurst, Wasser oder auch Balladen, Bier und Bänken wird gemütlich gefeiert und genossen. Der Veranstalter hat Mitleid und gibt uns bis zur Siegerehrung noch mehr Zeit, damit auch wirklich alle alles aufessen und austrinken können.

Danach geht’s zur Überreichung der Ehrenzeichen. Großartig gemacht, jede/jeder im Ziel erhält eine Medaille. Und ausserdem ein T-Shirt, das man so nicht kaufen kann. Und das somit wertvoll ist.

Darüberhinaus erhält Manuela für ihren Tagessieg in der Frauen-Wertung eine glitzernd vergoldete Rose und ein ebenso wertvolles Kuvert. Mit dieser Kombination gehen sich strahlende Fotos aus und sicherlich auch der eine oder andere Shopping-Anfall. Ausgezeichnet gemacht Manuela, herzliche Gratulation von uns allen dazu !

Weitere argonautische Podestplätze erreichen Kathi und Evi mit jeweils Platz 3 in ihren Altersklassen und vielen hinter sich gelassenen Mitbewerberinnen,sowie dem schönen Pokal. Sehr gut, Sehr gut, wir sind zufrieden. So gesehen dürfen die männlichen Argonauten noch härter am Riemen reissen, um unsere Mädels mit Erfolgen einzuholen.

Danach geht alles blitzschnell: der Hänger wird gewendet, der Bus bestiegen, die Fahrzeuge miteinander verkuppelt, rauf auf die Autobahn, zur Tankstelle, auf die Überholspur, zur Pipipause, kurz darauf auf die Tangente, Industriestrasse, Club. Es schlägt mit dem Summerton 21.00 Uhr. Ein hervorragender Ruderausflug findet damit sein friktionsfreies Ende (o.k. ein Bootsböckel haben wir draussen vergessen. Hoffentlich fürchtet es sich nicht). Alles leiwand, nächstes Jahr wieder.

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