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Manu in Essen

3. Juni 2009 Andreas Chabicovsky

Rekordmeldeergebnis (1800 Aktive) und viele Weltklassestarterinnen, sowie der komplette Deutsche A-Kader erfreuen nicht nur die Veranstalter, sondern garantieren eine hochklassige Regatta!

Manuela Laimböck trotzt ihrer hartnäckigen Erkältung und erreichte das A-Finale!

Gute Trainingsleistungen im Vorfeld und eine starke Leistung bei der VRC gegen Sara Karlsson ließen uns voller Erwartung nach Essen blicken. Ein feuchter Mai begünstigt scheinbar die Virentätigkeit, sodass Manuelas Partnerin Fabienne Pfister bereits am Mittwoch krankheitsbedingt (Halsentzündung) die Regatta in Essen absagen mußte. Für Manuela stand somit zweimal der Frauen Lgw. 1x auf dem Programm. Leider begannen auch bei Manuela ab Mittwoch Abend die Halsschmerzen. Trotzallem wurde die Reise nach Essen angetreten galt es doch die Vorgabe des Nationaltrainers, erreichen des A-Finales, umzusetzen, um die letzte Bestätigung für eine Entsendung zum Ruder Weltcup nach München zu erbringen. Die Halsentzündung wurde in Essen schlimmer und ein pausierender Freitag, brachte zwar keine optimale Rennvorbereitung, ermöglichte aber zumindest einen Startversuch am Samstag. Samstag 09:20 Uhr Vorlauf: Körperliche Ausgangssituation: matt und müde, aber motiviert auch unter diesen Rahmenbedingungen ihre Frau zu stehen. Manuela startete gegen die griechische Olympia 6. des Vorjahres und Weltcupstarterinnen aus Holland und der Schweiz, sowie ihrer gutbekannten Konkurrentin Sara Karlsson. Das Schnelligkeitstraining der letzten beiden Wochen hat trotz der vorhandenen Müdigkeit gegriffen, sodass auf den ersten 500 m nur 3 Sekunden Rückstand entstand. Nach 1000m kontrolliert Sara Karlsson den Vorlauf, gefolgt von der Griechin. Manuela überwindet nochmals ihre Müdigkeit und fährt die schnellsten zweiten 1000m des Feldes. Dieser Einsatz wird belohnt und sie kann knapp, aber doch, als 4. das A-Finale erreichen. Sie mußte dafür immerhin die Siegerin des kleinen Finales der U23 WM im LGw2x und Weltcupstarterin IAGOVITINA aus der Schweiz schlagen. Auch die Deutsche Sprintmeisterin von 2008 (Bösch) konnte nicht das A-Finale erreichen. Pause: Asperin und Tee zum Aufpäppeln. Nach einem ausführlichen Gespräch wurde gemeinsam mit dem Trainer beschlossen im A-Finale anzutreten. Auch wenn sie maximal 60 % ihrer Leistungsfähigkeit zur Verfügung hat. Es galt in erster Linie den Willen zum Erfolg, den Willen beim Weltcup in München zu starten, zu zeigen. Samstag 13:32: Gegnerinnen, die beiden Olympia 6. aus Griechenland, die Siegerin des kleinen Olympia-Finales aus Dänemark, die WM 7. aus Tschechien, Sara Karlsson und Ruderinnen aus den Niederlanden. Manuela gelingt wieder ein guter Start, nach 500m nur eine Bootslänge auf Dänemark und Karlsson und Board an Board mit der Tschechin. Die beiden Griechinnen fuhren einen fulminanten Start und setzten sich gleich deutlich vom restlichen Feld ab. Manuela kämpfte mit ihren geschwollenen Hals noch mehr, als mit dem sicherlich auch noch gegebenen Bahnnachteil durch den seitlichen Wind. Sie zeigte aber erneut wieder ihr Kämpferherz und blieb an der Tschechin dran. Die beiden Niederländerinnen konnten das Tempo nicht mehr mitgehen. Allen voran die beiden Griechinnen in überzeugender Form, gefolgt von Dänemark und Karlsson, dann Tschechien gefolgt von Manuela, die auf den letzten 500m noch mit einer der Niederländerinnen kämpfen mußte. Platz 6 vor den beiden Niederländerinnen! Angesichts der Rahmenbedingungen wieder ein ausgesprochen respektables Ergebnis, auch wenn die große Überraschung aufgrund der Krankheit diesmal nicht möglich war. Sara Karlsson mit 13 Sekunden vor Manuela auf Platz vier, zeigte das mögliche Leistungspotential auch für Manuela auf. Um keine längere Erkrankung zur riskieren wurde die Teilnahme für Sonntag abgemeldet. Eine kurze Regenerationsphase wird Manuela hoffentlich bald wieder fit machen. Unser nächstes Ziel – Ruder Weltcup in München – und zumindest ein Vorankommen bis ins Halbfinale. Alles Weitere folgt nach den Gesprächen mit dem Nationaltrainer.

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